Das klingt ein wenig schwülstig. Aber es trifft es relativ gut. Ich versuche mich durch meine Bilder künstlerisch auszudrücken. Es ist keine reine Dokumentation der Zeit. Eher ein Abbild dessen, was ich wahrnehme und euch zeigen möchte. Es geht um das Erzählen von Geschichten und das Einfangen von Emotionen.
Im Mittelpunkt stehen Menschen. Von besonders glücklichen Momenten bis hin zu tiefen emotionalen Krisen und dem Weg heraus. Mein Augenmerk gilt dem, was uns geprägt hat, was wir fühlen — dem Blick hinter die Fassade des Alltags.
Was ich in meinen Shootings immer wieder erlebe: Menschen kommen zu mir, die sich nicht wohl fühlen in ihrem Körper. Die seit Jahren kein Foto von sich haben. Die denken, sie müssten erst anders aussehen, bevor jemand sie ablichten darf.
Und dann passiert ein erstaunlicher Wandel: Sie sehen auf meinen Bildern jemanden, den sie kennen. Nicht eine beschönigte Version. Sondern sich selbst, gesehen durch jemanden, der hingeschaut hat. Sensible Portraits sind für mich kein Nischenthema, sondern der Kern meiner Arbeit mit Menschen. Es geht nicht darum, Schönheitsideale zu erfüllen, sondern darum, dem Menschen Raum zu geben, so zu sein, wie er ist.
Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit sind Landschaften und Reisereportagen. Mich reizen weniger touristische Highlights oder Bilder von schon tausendmal abgelichteten Monumenten, als die Geschichten dahinter. Die Blicke hinter die Fassade, die Geschichte der Orte, das Vermitteln eines Gefühls.
Ob Schottland, Irland, Argentinien oder Thüringen — ich suche das, was ein Ort tatsächlich ausmacht, wenn man lange genug hinsieht.
Mein dritter Schwerpunkt ist die ästhetische Yoga-Fotografie. Hier verbindet sich, was mich an der Portrait- und Landschaftsfotografie fasziniert: der Körper in Bewegung, das Licht in der Umgebung, der Moment zwischen zwei Atemzügen. Ich arbeite eng mit Yoga-Studios und Lehrern zusammen und versuche, die Harmonie zwischen Mensch und Raum einzufangen — ohne zu inszenieren.
Mit 5 Jahren hielt ich die zweiäugige Spiegelreflex meines Vaters zum ersten Mal in den Händen. Mit 8 folgte meine erste eigene Werra – der Beginn einer lebenslangen Faszination.
Mit 15 verbrachte ich jede freie Minute in der Dunkelkammer. Hier lernte ich, wie aus Licht, Chemie und Geduld echte Bilder entstehen.
Heute verbinde ich dieses klassische Handwerksverständnis mit moderner digitaler Vollformattechnik. Mehr dazu auf der Gear-Seite.
Meinen Stil möchte ich nicht festlegen. Zu groß ist die Gefahr, auf einen Punkt eingeengt zu werden — „Ah, der Müller. Der macht doch immer das und das." Aber wenn ich beschreiben müsste, was meine Bilder verbindet, dann wäre es das: Sie sind ehrlich. Sie zeigen nicht, wie etwas sein sollte, sondern wie es ist. Ob Mensch oder Landschaft — ich photographiere, was ich sehe, nicht was ich erfinden will.
Robert Müller ist Fotograf aus Erfurt mit den Schwerpunkten sensible Portraitfotografie, Landschaftsfotografie, Yoga-Fotografie und Reisereportagen.
Mit über 40 Jahren Erfahrung richtet er seinen Blick auf menschliche Stimmungen und Emotionen – und schafft daraus authentische Porträts. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf körperakzeptanter Porträtfotografie, bei der Menschen sich so wiederfinden, wie sie sind – nicht, wie sie sein sollten. Viel Erfahrung besitzt er auch in der ästhetischen Yoga-Fotografie, bei der er die Harmonie zwischen Körper und Umgebung einfängt – in enger Zusammenarbeit mit Yoga-Studios und Lehrern.
Als Reisefotograf dokumentiert er Landschaften, Orte und ihre Bewohner, unter anderem in Argentinien, England, Schottland und Deutschland.
Seine Bilder erscheinen regelmäßig bei internationalen Agenturen.