Ganz im Nordwesten Argentiniens, im Departamento Tumbaya der Provinz Jujuy, findet sich die kleine Gemeinde Purmamarca. Das Dorf mit seinen rund 2000 Einwohnern könnte ebenso auf dem Mars existieren, mal abgesehen vom blauen Himmel vielleicht. Ich habe noch nie so viele Ockertöne an einem Ort gesehen, es ist einfach unglaublich!
Purmamarca liegt in der Humahuaca-Schlucht auf rund 2200 Metern über dem Meer und schmiegt sich harmonisch mit seinen kleinen Lehmhäusern und engen Gassen in die Landschaft mit ihren farbenfrohen Hügeln ein.
Die Einwohner entstammen größtenteils der indigenen Bevölkerung.
In der Sprache der Aymara bedeutet Purmamarca etwa „Dorf der unberührten Erde“. Die Gemeinde gab es schon vor der Zeit der Spanier, die im 17. Jahrhundert den Namen von den Maisbauern aus der Umgebung übernahmen. Hier war ein Rastplatz auf dem Camino del Inca. Seit 1975 steht das Dorf als „Lugar Histórico“ (historischer Ort) unter Denkmalschutz.
Was sollte man gesehen haben?
Im Januar wird Purmamarca wird zur Bühne, auf der sich Volksmusiker aus ganz Nordargentinien treffen, um ihre Lieder, ihre Geschichte und ihre kulturelle Identität zu teilen. Das Treffen hat sich zu einem der wichtigsten Kulturereignisse in der Quebrada de Humahuaca entwickelt und fördert den Erhalt der indigenen und kreolischen Kultur.
Im Februar kann man beim jährlichen Ziegenkäse-Wettbewerb auf der Plaza 9 de Julio eines der typischen Produkte der Region in seiner ganzen Vielfalt erleben. Eine Expertenjury bewertet jeden Käse nach Textur, Geschmack und Präsentation und zeichnet den besten Käse aus.
Anreise und Informationen
Koordinaten: -23.74624115561302, -65.50140930494511
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