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3940 Meter über dem Alltag

Der Kondorpass Abra del Cóndor, zwischen den Provinzen Salta und Jujuy. Von hier eröffnen sich fantastische Blicke über die Puna-Hochebene im Nordwesten Argentiniens.

Panorama des Abra del Cóndor

Die Stille, die man hören kann

Wenn du oben am Pass aussteigst und den Motor deines Wagens abstellst, passiert etwas Seltsames: Es wird nicht einfach nur leise, es wird absolut still. Auf fast 4.000 Metern Höhe ist die Luft so dünn, dass sie kaum Schall trägt. Du hörst nur das Pfeifen des Windes in den Felsspalten und das ferne Kreisen der Vögel, die dem Pass seinen Namen gaben. Es ist ein Ort, der dich dazu zwingt, tief durchzuatmen – auch wenn das Herz aufgrund der Höhe ein paar Takte schneller schlägt.

Heimat der Qulla

Hier leben immer noch Angehörige des Volkes der Qulla (auch Coya oder Kolla). Sie kennen kein Privateigentum, bearbeiten das Land gemeinschaftlich.

Die Qulla kämpften lang und entschlossen gegen die Eroberung durch die Spanier, mit denen sie wohl erstmals um 1540 in Kontakt kamen.

Auch heute leben noch viele Qulla in der Region. Darunter auch besondere Künstler wie Micaela Chauque, die als eine der besten Interpretinnen der Musik der Anden gilt. Hier mal eine Kostprobe:

Die Qulla verehren mit solchen Steinhügeln (Apacheta) die Göttin Pachamama – die Mutter der Erde. Die Steinhügel wachsen mit der Zeit, weil Reisende Steine und verschiedene kleine Gaben wie Wasserflaschen dazulegen. Auch wenn es für manchen Fremden vielleicht so aussieht, als ob da Müll zwischen den aufgeschichteten Steinen liegt – es sind Opfergaben, die den Spender vor Unglück auf seinem Weg beschützen sollen. Also bitte nicht aufräumen ;-)!

Noch einmal der Abra del Cóndor. Hier leben immer noch Angehörige des Volkes der Coya (Kolla). Sie kennen kein Privateigentum, bearbeiten das Land gemeinschaftlich. Sie verehren mit solchen Steinhügel (Apacheta) die Göttin Pachamama - die Mutter der Erde. Auch wenn es für Europäer so aussieht, als ob da Müll zwischen den Steinen liegt - es sind Opfergaben, mit denen das Unglück von Weg des Gebenden weichen soll.
Abra del Cóndor. Steinhügel (Apacheta) für die Göttin Pachamama.
Steinhügel (Apacheta), zur Verehrung der Göttin Pachamama - die Mutter der Erde.
Steinhügel (Apacheta), zur Verehrung der Göttin Pachamama - die Mutter der Erde.

Wo die Berge Geschichten erzählen

Die Landschaft hier oben ist kein bloßes Panorama, sie ist ein Geologie-Lehrbuch unter freiem Himmel. Die Farben der Felsen wechseln von tiefem Ocker über Violett bis hin zu einem fast unnatürlichen Grün. Diese Farbenpracht, die man auch vom berühmten Serranía de Hornocal (dem 14-farbigen Berg) kennt, begleitet dich auf dem gesamten Weg. Es ist, als hätten die Anden hier all ihre Pigmente verbraucht.

Doch die wahre Seele des Passes liegt in den kleinen Details am Wegesrand. Neben den Apachetas (den Steinhügeln für Pachamama) wirst du oft kleine, bunte Bänder oder Stofffetzen sehen, die im Wind flattern. Sie sind stumme Zeugen der tiefen Verbundenheit der Qulla mit ihrem Land. Für sie ist der Abra del Cóndor kein „Durchgangsort“, sondern ein heiliger Übergang, an dem man kurz innehält, um die Geister der Berge um Erlaubnis für die Weiterreise zu bitten. Ein kleiner Schluck Wasser aus deiner Flasche für die Erde (Pachamama), bevor du selbst trinkst, ist hier keine touristische Geste, sondern ein Zeichen von Respekt, das von den Einheimischen sehr geschätzt wird.

So gelangt man zum Pass Abra del Cóndor

Quelle: Wikipedia

Zum Pass gelangt man aus Richtung Humahuaca über die alte Nationalstraße Ruta Nacional 9, auch als Panamericana bekannt. 1830 Kilometer zieht sich die historische Nationalstraße durch das gesamte Land und führt von Buenos Aires bis zur bolivianischen Grenze. Die Ursprünge dieser Straße reichen weit zurück bis in die Kolonialzeit.

Etwa 25 Kilometer hinter Humahuaca zweigt die RP 13 in Richtung Iturbe davon ab und hier beginnt ein automobiles Abenteuer, denn wenn man nicht wohlweislich schon ein geländegängiges Fahrzeug gewählt hat, wird man sich spätestens hier wünschen, man hätte es. Die Schotterstrecke ist unzähligen Reifen schon zum Verhängnis geworden. Ich bin die Strecke mit einem normalen Pkw gefahren. In der trockenen Jahreszeit ist das machbar, auch wenn die Steinschläge gegen den Unterboden ziemlich beeindruckend sind. Man sollte unbedingt deutlich mehr Zeit einplanen und idealerweise Ersatzreifen und ausreichend Trinkwasser dabeihaben. Wer entspannter reisen möchte, nimmt den Autobus aus Tilcara oder Humahuaca, der regelmäßig die Strecke bedient.

Das erste Dorf auf dieser Strecke ist Iturbe, das 1947 nach dem Ingenieur Octavio Iturbe umbenannt wurde, der die Eisenbahnstrecke zwischen Jujuy und Bolivien geplant hat.

Hinweis auf ein Hotel am Gebirgspass Abra el Cóndor: Nah am Himmel, weit weg von der Welt
Hinweis auf ein Hotel am Gebirgspass Abra el Cóndor: Nah am Himmel, weit weg von der Welt
Ein Bus auf seinem staubigen Weg über den Gebirgspass

Überlebenstipps für die "Ruta de Adventure"

Falls du dich entscheidest, die Strecke wie ich mit einem normalen Pkw in Angriff zu nehmen, hier noch ein paar „Hard Facts“ für dein Nervenkostüm:

Der Reifendruck-Trick: Viele Einheimische lassen auf den extremen Schotterpisten (Ripio) etwas Luft aus den Reifen, um die Griffigkeit zu erhöhen und das Risiko von Schnitten durch scharfe Steine zu senken. Aber Vorsicht: Sobald du wieder auf Asphalt bist, musst du sofort an die Pumpe!

Akklimatisierung ist alles: Unterschätze die 3.940 Meter nicht. Bevor du die Wanderstiefel schnürst, um die besten Fotospots abseits der Straße zu finden, gönn deinem Körper ein paar Stunden Ruhe. Ein lokaler Té de Coca (Kokatee) wirkt oft Wunder gegen das erste Pochen in den Schläfen.

Das Licht-Zeit-Fenster: Die spektakulärsten Schatten und Farben hast du am späten Nachmittag. Aber Achtung: Die Sonne verschwindet in den Anden schlagartig. Du willst die Serpentinen der RP 13 nicht im Stockdunkeln fahren, wenn die Schlaglöcher zu Kratern werden.

Informationen

Busunternehmen Panamericano de Jujuy

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Bob



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