Das hatte ursprünglich einfach etwas mit dem Qualitätsanspruch zu tun, den Sony an seine Produkte stellte. Später blieb es dann dabei, weil man schon Objektive und Zubehör hatte. Und weil ich gern gegen den Strom schwimme. Zu einer Zeit, als alle auf Nikon und später auf Canon schworen. Blickt man heute genauer hin, so dominieren die Sensoren von Sony den Markt. Eine Kamera ist aber viel mehr als nur die Technik. Die Benutzbarkeit ist das Entscheidende. Und da soll jeder nehmen, was er toll findet.
Als Hauptkamera ist die α7R II bei mir im Einsatz. Ja, das ist ein Modell aus 2015. Und nein, ich tausche sie nicht aus, weil es eine neuere Generation gibt. Diese Kamera liefert 42,4 Megapixel auf einem Vollformat-CMOS-Sensor, und der Hybrid-Autofokus hält auch nach all den Jahren, was ich von ihm verlange. Dank lautloser digitaler Verschlüsse arbeite ich bei Yoga-Retreats oder Konferenzen absolut geräuschlos — ein Feature, das damals neu war und für meine Arbeit unverzichtbar geworden ist.
Brauche ich mehr? Ehrlich gesagt: selten. 42 Megapixel reichen für Reportagen, Headshots und Portraitarbeiten. Wenn ich eine Landschaft im extremen Gegenlicht fotografiere und volle Dynamikreserven brauche, greife ich eher zur Belichtungsreihe als zum Sensortausch.
Ein festes, aber leicht verstellbares Stativ ist wichtig. Darüber wird seit Jahrzehnten philosophiert. Das ultimative Stativ habe ich auch noch nicht gefunden, aber das Benro Mach 3 mit dem B4-Kugelkopf ist so ziemlich genau das, was ich brauche. Stabilität und Belastbarkeit sind wirklich toll.
Ich habe ein umfangreiches Licht-Equipment. Von einer mobilen Blitzanlage über Aufsteckblitze, verschiedene Reflektoren und kleine Spots. Am allerliebsten arbeite ich aber mit natürlichem Licht.
Bei sensiblen Portraits ist die Lichtführung für mich das wichtigste Handwerkszeug. Weiches, seitliches Licht formt Konturen, ohne sie zu betonen oder zu verstecken. Dafür nutze ich große Softboxen, die ich leicht von der Seite positioniere — im Studio genauso wie draußen, wo Bewölkung oder Schatten unter Bäumen das natürlichste Softbox-Material liefern, das es gibt.
Für meine Headshots nutze ich das 85mm G-Master. Es erzeugt eine unvergleichliche Hintergrundunschärfe (Bokeh), die dich perfekt vom Hintergrund abhebt und deinem Business-Porträt einen dreidimensionalen, hochwertigen Look verleibt.
Aber das 85mm ist nicht nur für Headshots mein Liebling. Auch bei sensiblen Portraits ist es meine erste Wahl — der Arbeitsabstand stimmt, die Kompression ist natürlich, und das Bokeh lässt den Hintergrund verschwinden, ohne die Person darin aufzulösen.